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Herbstaktivitäten des NABU Bonn

Naturschutz in Corona-Zeiten


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Den widrigen Umständen der Pandemie zum Trotz sind die verschiedenen Naturschutzprojekte des NABU Bonn in der Region in den vergangenen Wochen ein gutes Stück vorangekommen. Zwar mussten die NABU Mitarbeiter leider auf die ansonsten zahlreiche Unterstützung der vielen freiwilligen Helfer bei den üblichen herbstlichen Biotoppflegeaktionen in den Naturschutzgebieten Dünstekoven und Dächelsberg verzichten. Zum Glück jedoch kann der Verein mittlerweile auf ein verlässliches festes Einsatzteam aus mehreren Freiwilligen zurückgreifen, mit deren Hilfe die dringend notwendigen Maßnahmen trotzdem, unter Einhaltung der geltenden Hygienevorschriften und Abstandsregeln, durchgeführt werden können:


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

Die diesjährige Apfelernte auf den vom NABU Bonn betreuten Streuobstwiesen hat dem Verein wieder einen großen Vorrat an leckerem Apfelsaft beschert. Die regelmäßige Pflege der Wiesen durch Beweidung oder regelmäßige Mahd sowie der fachgerechte Schnitt der Obstbäume zahlen sich aus. An der Oberen Mühle in Meckenheim wurden zudem in den vergangenen Tagen einige neue Apfelbäume nachgepflanzt.

Umfangreiche Freistellungsarbeiten zu Beginn der Biotoppflegesaison im Oktober wurden am Schnellchesbach in Rheinbach-Merzbach, an einem waldnahen Feldgehölz in Dünstekoven sowie zwei Feuchtbiotopen in Rheinbach und Flerzheim durchgeführt. Auf allen Flächen haben nun Amphibien, Vögel und Insekten im kommenden Frühjahr wieder wertvolle Nahrungs- und Fortpflanzungsbiotope zur Verfügung, die ohne den Einsatz der Naturschützer schnell verbuschen würden.

Im NSG Dünstekoven war einmal wieder der Bagger am Werk: eine fast 50 m lange sandige Steilwand wurde neu ausgeformt und steht im nächsten Frühjahr für zahlreiche Insekten und Vögel bereit, die dort ihre Bruthöhlen graben.


(c) P. Meyer / NABU Bonn 

In den vergangenen Wochen wurden auf den beiden Wildkrautäckern in Dünstekoven und Bornheim-Sechtem der Boden mit Pflug und Egge bearbeitet und das aus Getreide und Wildkräutern bestehende Saatgut eingebracht. Auch die angrenzenden Brachflächen wurden teilweise für die neue Vegetationsperiode im kommenden Frühjahr vorbereitet.

Gleichzeitig entstehen in der NABU Werkstadt im NSG Dünstekoven ständig neue Nisthilfen für Vögel und Insekten. Auch dieses Jahr wurden weitere Steinkauzröhren an geeigneten Standorten aufgehängt, damit die bedrohte Eulenart sich in unserer Region noch weiter ausbreiten kann. Auch ein Schleiereulenpaar, das sich in einer Scheune in Bornheim-Brenig angesiedelt hatte, wurde mit einem neuen Nistkasten unterstützt.

Auch in diesen schwierigen Zeiten ist also erfolgreiche Naturschutzarbeit möglich – blicken wir also optimistisch auf die kommenden Monate und hoffen, dass wir unsere Tore auch bald wieder für interessante Veranstaltungen und große Aktionen öffnen können!

 

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