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Das richtige Futter

Tipps zur richtigen Winterfütterung


NABU Bonn/P. Meyer 

Das Wichtigste vorweg: Verfüttern Sie nie gesüßte, gesalzene, gewürzte oder gekochte Lebensmittel, keine Essensreste, kein Brot und achten Sie bei gekauftem Futter auf das Verfallsdatum.

Unter den Sing- und Kleinvögeln werden zwei Gruppen von Nahrungsspezialisten unterschieden: Weich- und Körnerfresser.

Weichfresser sind z. B. Amseln, Drosseln, Stare, Kleiber, Rotkehlchen und Spechte. Diese Vogelarten bevorzugen Früchte, Insekten und Weichtiere. Sie können ihnen getrocknete Beeren, getrocknetes Obst, Rosinen, Haferflocken, gemahlene oder geschrotete (ungesalzene!) Nüsse und frische Äpfel oder Birnen anbieten. Bei frischem Obst ist darauf zu achten, dass es nicht einfriert (deshalb immer nur geringe Mengen auslegen).

Körnerfresser sind alle Finken (Buch- und Grünfinken, Kernbeißer, Zeisige, Stieglitze, etc.), Meisen und Sperlinge. Sie ernähren sich von Samen aller Art. Geeignet für die Winterfütterung sind Sonnenblumenkerne, Hanfsamen, Mohn, Lein, Rübsamen, Buchweizen und Haferflocken. Größere Körner können Sie z. B. mit einem Nudelholz selbst zerquetschen. Dadurch platzt die Samenhülle auf, und der essbare Kern ist leichter erreichbar. Getreidespreu aus der Landwirtschaft bietet sich für eine Bodenfütterung an. Verfüttern Sie keine Müslis!

Körner- wie Weichfressern gemein ist ihre Vorliebe für sogenanntes „Fettfutter“. Diese Futter wird im Handel z.B. in Form von Meisenringen und –knödeln oder auch Streufutter angeboten und ist sehr gehaltvoll. In unserem Faltblatt "Winterfütterung", das Sie bei uns kostenlos anfordern können, finden Sie ein einfaches Rezept zur Herstellung von Fettfutter.

Für Spechte, Kleiber und Eichehäher können zudem auch Walnüsse oder auch Eicheln ausgelegt werden.  

Achtung: Ambrosia!

Die Pollen der aus Nordamerika stammende Ambrosie (einem beifußähnlichem Korbblütengewächs) gelten als gefährliche Allergene. Vielfach finden sich Ambrosien-Samen in Fertigfuttermischungen für Vögel und gelangen so in die Landschaft - mit teils verheerenden Folgen für Mensch und Natur. Achten Sie beim Futterkauf darauf, dass der Hersteller damit wirbt, keine Ambrosiasamen zu verwenden!

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