NABU-Bonn.de Aktionen & Projekte Artenschutz Krötenzaun

Schutzzaun Dünstekoven

Swisttal - Die ehemalige Kiesgrube ist Lebens- und vor allem Fortpflanzungsraum für eine Vielzahl seltener Amphibien. Da der Verkehr entlang des Gebietes stark zugenommen hat, hat der NABU Bonn einen Schutz-Zaun errichtet.

Neben den recht häufigen Arten Erdkröte, Grasfrosch und Teichfrosch vermehren sich hier auch der Springfrosch und der Laub-frosch, aber auch Wechsel- und Kreuzkröte.

Doch die Tiere leben nicht das ganze Jahr innerhalb der Grenzen des Naturschutz-gebietes, sondern sie wandern für den Winter in Bereiche außerhalb der Kiesgrube, um im Frühjahr wieder zurück zu kehren. Zwischen den Quartieren liegt aber eine inzwischen vielbefahrene Straße.

Da der Verkehr auf der Straße entlang des Naturschutzgebietes in den letzten Jahren immer weiter zugenommen hat, wurde hier erstmals im Jahr 2003 ein Krötenzaun installiert. Er soll die wandernden Amphibien vor allem vor dem massiven LKW-Verkehr schützen.

Auf einer Strecke von ca. 200 Metern soll der Zaun den Weg der Amphibien "versperren". Vom Ortsausgang bis zum Sportplatz wird sich die Schutzanlage dann erstrecken und so die gefährlichste Strecke schützen. Entlang des Zauns sind Eimer in den Boden eingelassen, in denen sich die wandernden Amphibien fangen.

Gemeinsam mit den Anwohnern wird die Zaunstrecke zweimal täglich kontrolliert. Die gefangenen Tiere werden aus den Eimern befreit und ein Stück in das Naturschutzgebiet hinein getragen. Bei jedem Kontrollgang wird zudem die Zahl der wandernden Tiere erfasst.

Die Daten der Zählung speisen wir nach Möglichkeit täglich in unsere Website ein. Für alle Interessierten stehen auch die Daten der Vorjahre zur Verfügung:

Unsere "Eimer"-Statistik:

Krötenzaun Kröten Amphibien Schutz Station Swisttal NABU Dünstekoven

 

Schließen