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Streuobstwiese an der Oberen Mühle

Wenn Naturschutz auch Kulturschutz bedeutet

Die unter Denkmalschutz stehende "Obere Mühle" ist unbestritten eines der ältesten Gebäude in Meckenheim und mit ihrer hervorragend erhaltenen Mühlentechnik eines der letzten Zeugnisse für die landwirtschaftlich geprägte Vergangenheit der Stadt. Unmittelbar neben der Mühle ist eine ca. ½ Hektar große Grünlandfläche erhalten geblieben, die, wie es früher üblich war, als Streuobstwiese angelegt worden war und damit sowohl als Weide für das Vieh, als auch zur Versorgung der Müllerfamilie mit frischem Obst diente.

Der noch auf der Obstwiese vorhandene alte Baumbestand setzte sich im Wesentlichen aus alten Apfelbäumen zusammen, die jedoch seit rund 30 Jahren nicht gepflegt worden waren, so dass ein Teil bereits abgestorben und entfernt worden war und der restliche Bestand auseinanderzubrechen drohte. Diesem erbarmungswürdigen Zustand wollte der NABU im Jahr 2004 nicht länger tatenlos zusehen.

Die Stadt Meckenheim als Eigentümerin nahm das Angebot des 2. Vorsitzenden der NABU Kreisgruppe Bonn, Michael Ginster, an, die Streuobstwiese kostenlos in einen pflegefähigen Zustand zu versetzen und 9 weitere Obstbaumhochstämme als Ersatz für abgängige Bäume und Ergänzung des noch vorhandenen Bestandes zu pflanzen. Ein alt eingesessener Meckenheimer Bürger, Herr Winfried Ley, nahm mit Unterstützung der NABU Kreisgruppe Bonn den dringend notwendigen Entlastungsschnitt an den Altbäumen vor. Die NABU-Naturschützer pflanzten im November 2004 weitere 9 Hochstämme alter und bewährter Apfel- und Birnensorten wie z. B. "Rheinische Schafsnase", "Roter Bellefleur", "Danziger Kantapfel" und "Gellert’s Butterbirne".

Im Herbst 2006 wurde die erste Apfelernte eingefahren. Die knapp 2 Tonnen Äpfel wurden in Gelsdorf zu Saft verarbeitet, der beim NABU Bonn bezogen werden konnte.

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